Index bildet Risiken an den Finanzmärkten ab

Risiken sind Teil der Finanzmärkte. Wichtig ist, sie richtig zu bewerten und daraus sinnvolle Anlagestrategien abzuleiten. Katja Löhndorf, Leiterin der Kundenberatung in der PSD Bank Westfalen-Lippe eG, sagt, warum die Aussichten derzeit vielversprechend erscheinen.

Sorgen um das Wirtschaftswachstum in den USA und China, der Fall des Ölpreises, das Austrittsvotum der Briten aus der Europäischen Union (EU) und die italienische Bankenkrise – die Risiken der Kapitalmärkte erscheinen vielen Anlegern derzeit als hoch. Doch welche Bedeutung haben diese Ereignisse und Gegebenheiten tatsächlich? Welche Auswirkungen könnten sie für die eigene Geldanlage haben? Für Laien ist dies schwer einzuschätzen – besonders, weil in die Bewertung zumeist auch Emotionen mit einfließen. So erscheinen Risiken möglicherweise höher als sie in Wirklichkeit sind. „Doch auch in solch turbulenten Zeiten sollten Anleger einen kühlen Kopf bewahren“, betont Katja Löhndorf, Leiterin der Kundenberatung in der PSD Bank Westfalen-Lippe eG. „Professionelle Investoren treffen ihre Anlageentscheidungen auf Basis fundierter Analysen der Kapitalmärkte.“ Dabei helfen sog. Risikoindizes. „Diese stellen die aktuelle Risikosituation an den Finanzmärkten dar und beziehen dabei Einflussfaktoren aus allen Regionen der Welt mit ein“, erklärt Löhndorf.

DAX bietet Potenzial für Kurssteigerungen

Eine positive Risikostimmung scheine derzeit für deutsche Aktien zu bestehen, denn der Deutsche Aktienindex DAX habe jüngst neue Jahreshöchststände erzielt. Die gute Stimmung am Kapitalmarkt spreche auch für weiteres Potenzial nach oben“, so Löhndorf. „Die Sorgen um das EU-Referendum sind abgeklungen, und zahlreiche Anleger suchen über den DAX wieder den Einstieg in europäische Aktien.“ Dieser Trend werde dadurch unterstützt, dass viele DAX-Unternehmen für die abgeschlossene Berichtssaison gute Zahlen vorgelegt hätten. Auch beim Blick nach vorn bereiteten deutsche Standardtitel wenig Anlass zur Sorge. Zu guter Letzt sei auch das übergeordnete Umfeld erfreulich. „Weder aus Europa noch aus den USA oder China sind kurzfristig schwache Wirtschaftsdaten zu erwarten“, sagt Löhndorf und ergänzt: „Auch eine Chartanalyse – womit anhand der DAX-Historie Schlüsse auf die mögliche zukünftige Entwicklung des Index gezogen werden – zeigt Kurspotenzial nach oben. Denn als einziger europäischer Index ist der DAX aus seiner mittelfristigen Handels-spanne nach oben ausgebrochen.“ Allerdings dürfe man die aktuelle Situation nicht überbewerten. Der Deutsche Aktienindex habe derzeit gerade einmal die Verluste des laufenden Jahres aufgeholt und notiere auf den Ständen von Ende 2015.

Investmentfonds nutzen fundierte Marktmeinung

In diesem Umfeld spricht vieles dafür, dass sich gerade jetzt ein Blick auf Aktien, insbesondere mit Schwerpunkt Europa, lohnen könnte. Um dabei gleichzeitig die Risiken starker Abschwünge zu verringern, ist jedoch aktives Fondsmanagement gefragt. Löhndorf verweist daher auf die Möglichkeit von Mischfonds: „Sie können im Rahmen ihrer Anlagepolitik und je nach Markteinschätzung flexibel zwischen den jeweils attraktiveren Anlagesegmenten umschichten.“ Damit die Anleger von höheren Schwankungen an den Kapitalmärkten profitieren und so das Depot stabilisieren können, lassen sich beispielsweise mithilfe von Anlageinstrumenten auf einen Volatilitätsindex gar Schwankungen als eigene Anlageklasse nutzen. „All das setzt natürlich eine fundierte und vorausschauende Marktmeinung voraus“, betont Löhndorf. Geeignet seien solche Geldanlagen für chancenorientierte Anleger, die langfristig investieren wollen. Über die Risiken von Fondsanlagen, etwa das Risiko marktbedingter Kursschwankungen, das Ertrags- und Fremdwährungsrisiko, kläre eine ausführliche Beratung in der PSD Bank Westfalen-Lippe eG auf.

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