Die Tage werden kürzer und kühler, die neue Heizperiode beginnt. Wer nicht richtig informiert ist, verschwendet hierbei leicht unnötig Energie und damit Geld. Wir entlarven die Mythen und Kostentreiber rund ums Heizen und Lüften.

Räume immer gleichmäßig beheizen?

Für ein optimales Wohlbefinden raten Experten zu einer Raumtemperatur von 20 Grad. Doch die kann nachts oder während man tagsüber außer Haus ist prob-lemlos um vier Grad gesenkt werden – dies spart bis zu 15 Prozent Heizenergie. Aber Achtung: Wenn Wohnräume unter 16 Grad abkühlen, braucht das erneute Aufwärmen unnötig viel Energie. Selten genutzte Räume wie Schlaf-, Arbeits- oder Gästezimmer sollten daher auch nicht über offene Türen mitgeheizt wer-den. Für optimale Heizleistung und Wohnkomfort sorgen programmierbare Thermostate, die günstig erhältlich sind.

Fenster weit auf = Geldverschwendung?

Wer sein Geld nicht unnötig verheizen möchte, sollte davon absehen, sein Fenster auf Kipp zu stellen. Nicht einmal das Raumklima verbessert die Kippposition, denn die Luft zirkuliert kaum, die Wände kühlen aus und die Gefahr von Schimmelbildung wird erhöht. Besser: Fünfminütiges Stoßlüften, das sorgt für sprichwörtlich frischen Wind in den eigenen vier Wänden und verringert den Energiebedarf um circa 20 Prozent.

Möglichst dicht an den Heizkörper rücken?

„Die Wärme wirkt doch erst richtig wohlig, wenn Couch oder Sofa möglichst nah am Heizkörper stehen, oder?“ Bloß nicht! Solche Verdeckungen schlucken bis zu 40 Prozent der Heizenergie. Gleich doppelt unsinnig ist es, Wäsche auf dem Heizkörper zu trocknen: Das verhindert nicht nur die Wärmeabgabe, sondern kühlt das Zimmer zusätzlich durch die verdunstende Feuchtigkeit.

Die alte Heizung macht’s noch?

„Einen Winter hält der Kessel doch bestimmt noch durch. Und moderne Heizun-gen lohnen sich ohnehin nur in Neubauten.“ So oder ähnlich lautet manches Vorurteil. Fakt ist: Wer seine alte Heizung gegen eine moderne, effizientere An-lage austauscht, kann seine Energiekosten um bis zu 20 Prozent reduzieren. Mo-dernisierer können zudem von diversen Förderprogrammen von Bund, Ländern, Städten oder auch Energieversorgern profitieren.

Tipps zur richtigen Planung Ihrer Modernisierung finden Sie hier.

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