Bewusst Bauen

Beim Hausbau schöpfen zukünftige Eigenheimbesitzer das Budget häufig bis auf den letzten Cent aus. Doch vieles von dem, was sie kaufen und bauen, benötigen sie eigentlich gar nicht. Mit fünf Hebeln können Bauherren beim Eigenheim bis zu 100.000 Euro sparen.

1. Wie viel Platz wird wirklich benötigt?

Deutsche Wohnungen haben eine durchschnittliche Größe von 46 Quadratmetern pro Person. Doch ist so viel Raum wirklich nötig? Ein Beispiel: Wenn das Wohnzimmer zehn Quadratmeter mehr haben soll für Familienfeiern, die nur einmal jährlich stattfinden, ist das Anmieten eines Veranstaltungsraums auf lange Sicht günstiger. Bauherren sparen pro Quadratmeter – je nach Baumaterialien – 1.500 bis 5.500 Euro ein. Und dabei sind die laufenden Kosten noch nicht berücksichtigt. Doch mehr Fläche bringt auch einen höheren Energieverbrauch mit sich.

2. Geht es auch ohne Keller?

Ein Keller bietet zwar viel Stauraum, erhöht die Baukosten aber um etwa 15 Prozent. Bauherren sollten abwägen, ob sie den zusätzlichen Platz benötigen. Häufig sammeln sich dort ungenutzte Dinge, die besser verschenkt oder verkauft werden sollten. Der (nicht ausgebaute) Dachboden, ein Geräteschuppen oder die Einlagerung von Sportequipment beim Verein sind unterm Strich wesentlich günstiger. Auch das Thema Autostellplatz birgt Sparpotenzial: Einen Carport gibt es schon ab 600 Euro, während die Preise für eine gemauerte Garage bei 10.000 Euro beginnen.

3. Wie viel Luxus braucht das Bad?

Die Ausstattung des Badezimmers bietet viel Sparpotenzial: Ein Whirlpool klingt verführerisch, treibt aber den Gesamtpreis stark in die Höhe. Eine einfache Badewanne verspricht ebenfalls Entspannung, kostet aber – je nach Modell – ca. 3.000 Euro weniger. Wer gleich auf den Einbau verzichtet, kann den gewonnen Raum auch anderweitig nutzen – beispielsweise für ein kleines Ankleidezimmer.

4. Braucht das Haus architektonische Hingucker?

Günstiger bauen heißt vor allem einfacher bauen: Giebel, Erker und Sprossenfenster sind zwar schön anzusehen, belasten aber auch das Budget. Erker und Gauben starten zum Beispiel mit Preisen ab 3.000 Euro kosten aber – je nach Ausführung – schnell sogar das Vierfache. Auch der Verzicht auf Sonderformen oder Mehrteiligkeit bei Türen und Fenstern lohnt sich. Denn nicht jedes Element muss geöffnet werden. So umgehen Bauherren teure Sonderanfertigungen.

5. Wie intelligent muss das Haus sein?

Smart-Home-Technologien bieten viel Komfort und manchmal auch das Potenzial zu sparen. Ist der Finanzierungsrahmen eng gesteckt, sollte man aber lieber in die Dämmung oder andere energetische bauliche Maßnahmen investieren. Technische Zusatzfunktionen wie automatisch reguliertes Lichter, ferngesteuerte Heizungen und intelligente Überwachungssysteme können jederzeit nachgerüstet werden.

 

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