Solidaritätszuschlag

Angesichts der dominierenden Nachrichten des Jahres ist in der öffentlichen Wahrnehmung fast untergegangen, dass der Solidaritätszuschlag ab dem 01.01.2021 nicht mehr in der bekannten Form besteht. Beim Solidaritätszuschlag handelt es sich um eine Abgabe in Höhe von 5,5% auf die Einkommens- oder Körperschaftssteuer.

Hier ein kurzes Wort zu den Hintergründen, was sich jetzt ändert – und ein kleiner Tipp, was Sie mit dem freiwerdenden Geld anfangen können …

Ein Kapitel deutscher Finanzgeschichte endet

Die jüngere Hälfte unserer Kunden kennt gar keine Zeit, in der es den Solidaritätszuschlag nicht gab: Er ist bzw. war eines der längsten aktiven Finanzinstrumente des Staates. Eingeführt wurde die Abgabe vor fast exakt 30 Jahren. Damals, unmittelbar nach dem Mauerfall, standen neben den Kosten des zweiten Golfkriegs und der EU-Osterweiterung vor allem die damals noch nicht abschätzbaren Wiederaufbau-Kosten für die neuen Bundesländer zu Buche.

Der Solidaritätszuschlag sollte das auffangen und war ursprünglich auf ein Jahr begrenzt, aus dem rasch zwei wurden, gefolgt von zwei „freien“ Jahren. Seit 1995 lief der „Soli“ – wie die Abgabe fast liebevoll genannt wird – dann durch bis jetzt, als solidarische Finanzierung der deutschen Einheit. In einigen Jahren generierte der Solidaritätszuschlag bis zu 20 Mrd. Euro für den Staat und leistete damit einen erheblichen Anteil am „Aufbau Ost“ und an der Angleichung der Lebensverhältnisse.

Vorteile für viele – aber nicht alle

Der Solidaritätszuschlag wird jedoch zum 01.01.2021 nicht gänzlich abgeschafft. Es werden stattdessen die jetzt schon bestehenden Freigrenzen so weit angehoben, dass geschätzte 90% der bislang Betroffenen nichts mehr zahlen müssen.

Was im Gegenzug heißt: Einige müssen weiter zahlen. Wer knapp über der neuen Freigrenze liegt, zahlt allerdings weniger als bisher. Nur geschätzte 3,5% der Bevölkerung zahlen weiter „Soli“ in der bisherigen Höhe.

Der Freibetrag liegt bei einem verheirateten Paar ohne Kinder bei einem Brutto-Jahreseinkommen von ca. 136.000 Euro, bei einem Paar mit Kinder bei ca. 151.000 Euro, für Singles liegt die „Schallgrenze“ bei 73.000 Euro.

Freies Geld sucht frische Ideen

Die Abschaffung des Solidaritätszuschlags bedeutet neuen finanziellen Spielraum. Es werden Gelder frei. Etwa 11 Mrd. Euro sollen es insgesamt sein. Wieviel Geld speziell Ihnen ab 01.01.2021 mehr zu Verfügung steht, können Sie ganz einfach Ihren Lohn- und Gehaltsabrechnungen vom letzten Jahr entnehmen. Oder Sie nutzen den Rechner des Bundesministeriums für Finanzen.

Angesichts der aktuellen Zins-Situation, an der sich auch mittelfristig nichts Wesentliches ändern wird, sind alle zins-basierten Wertanlagen wenig empfehlenswert. Da „Zins“ aber nicht gleichbedeutend mit „Ertrag“ ist, gibt es durchaus lohnenswerte Modelle, in die Sie Ihren freiwerdenden „Soli“ stecken können. Ganz hoch im Kurs stehen dabei das Fondssparen sowie Fonds unseres Finanzpartners Union Investment. Warum? Weil diese beiden Wege eine hohe Anlagesicherheit mit attraktiven Renditechancen verknüpfen – letztere liegen teils sogar höher als früher beim klassischen Sparen. Der neue Erfolgsfaktor heißt hier Zeit.

Ihr persönlicher PSD Berater freut sich jedenfalls darauf, mit Ihnen eine individuelle und attraktive Lösung zu finden … inklusive Soli-Neuanlage, versteht sich. Ein Anruf oder eine Mail zur Terminvereinbarung genügt!

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