Wozu sparen? Mehr als 67 Prozent der Deutschen möchten Reserven für schlechtere Zeiten bilden.

Die Menschen in NRW können als „Prototyp des deutschen Sparers“ bezeichnet werden.Mit vielen Verhaltensweisen und Einstellungen, die das Sparen betreffen, liegen sie nah am Bundesdurchschnitt. Zum Beispiel beim Anteil derjenigen, die monatlich sparen (52,3 Prozent). Das ergab eine repräsentative Umfrage unter 8.000 Deutschen, die vom Hamburger Marktforschungsinstitut Elbe 19 durchgeführt wurde.

Die im März von Union Investment veröffentlichte Studie zeigt außerdem: Der Anteil der Menschen mit einem Sparvermögen von mehr als 10.000 Euro ist in NRW mit 54,6 Prozent überdurchschnittlich. 55,5 Prozent der Befragten legt monatlich mehr als 150 Euro zurück, was knapp unter dem Durchschnitt ist. „Sparen gehört für die Menschen in NRW dazu – auch, wenn es auf der Rangliste der wichtigsten Dinge nicht ganz oben steht“, meint Norbert Kerkhoff, Vorstandsmitglied der PSD Bank Westfalen-Lippe eG. Das belegt auch die Studie: Mit 34 Prozent der Menschen in NRW geben überdurchschnittlich viele ihr Geld auch gerne aus.

Altersvorsorge mit Handlungsbedarf

Dochwofür sparen die Menschen? „Die meisten Deutschen (67,4 Prozent) möchten Reserven für schlechte Zeiten bilden“, so Kerkhoff. In NRW sehen das 66,2 Prozent der Menschen so. Die finanzielle Absicherung im Alter als Motiv ist durchschnittlich ausgeprägt und für 49,1 Prozent wichtig. Mehr als jeder Vierte (27,5 Prozent) besitzt ein Produkt zur privaten Vorsorge. „Bei diesem Thema gibt es aber durchaus noch Handlungsbedarf“, sagt Kerkhoff. „Denn gemäß der Studie glaubt jeder Dritte (33,3 Prozent), nicht genug vorzusorgen, es aber dennoch „irgendwie zu schaffen“.

Sparbuch noch immer beliebt

Mehr als die Hälfte aller Sparer in NRW (56,3 Prozent) besitzt noch „das gute alte Sparbuch“, übertroffen nur von Baden-Württemberg. „Diese traditionelle Sparform kostet jedoch Rendite. Die Zinsen sind derzeit einfach zu gering, um damit Vermögen aufbauen und zu erhalten“, erklärt Kerkhoff. Auf andere Anlageformen wie Tages- bzw. Festgeld, Wertpapier- oder Fondsanlagen setzen die Menschen in NRW etwa so häufig wie die Sparer bundesweit. „Das gilt übrigens auch für Fondssparpläne“, ergänzt er. Diese chancenorientierte Sparform sollte von noch mehr Menschen genutzt werden, denn „in Zeiten niedriger Zinsen erhalten Anleger am Kapitalmarkt meist bessere Erträge“, so Kerkhoff. „Mit Fondssparplänen können langfristig bequem, flexibel und Schritt für Schritt attraktive Renditen erzielt werden.“

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