Der Zins ist nicht mehr das, was er einmal war. Aber – wollten Sie nicht ohnehin eher Erträge statt Zinsen haben? Ein Umdenken ist nötig. Wer handeln will, der braucht jedoch Informationen: Wir zeigen einmal auf, wie es überhaupt zum aktuellen Zinstief gekommen ist, wie sich die Lage aktuell darstellt und (in einem zweiten Beitrag) wie man dem niedrigen Zins ein (Ertrags-)Schnippchen schlägt.

Klartext: Vorgeschichte und Hintergrund des Zinsdilemmas

Das vergangene Jahr war hier in Deutschland von einer weiterhin guten Wirtschaftslage geprägt – durchaus überraschend, bei all den Krisengebieten um uns herum und bei den zahllosen Panik- und Katastrophenmeldungen. Wenn wir demgegenüber bei den reinen Zahlen und Fakten bleiben, müssen wir feststellen, dass die deutsche Wirtschaft überaus robust ist. Da nicht davon auszugehen ist, dass sich dies schlagartig und grundlegend ändern wird, gehen Wirtschaftsexperten auch für 2020 von einer eher stabilen Gesamtlage aus, ohne bedeutende Schwankungen gegenüber den Vorjahren.

Während Wirtschaftsleistung, Konsumverhalten und weitere Eckdaten vom Bruttosozialprodukt bis zu den Arbeitslosenzahlen weitgehend konstant blieben, sah das Jahr 2019 auf einer anderen Bühne den vorläufigen Höhepunkt einer tiefgreifenden Entwicklung: den finalen Niedergang der Zinskultur. Die Habenzinsen erreichten auf breiter Front endgültig den Nullpunkt. Einige Banken geben mittlerweile bereits Negativzinsen an ihre Kunden weiter, um ihre eigene Wirtschaftlichkeit zu erhalten.

Beide Entwicklungen sind untrennbar miteinander verknüpft: Auf europäischer Ebene wurde die bemerkenswerte wirtschaftliche Stabilität durch die konsequente Nullzins-Politik der Europäischen Zentralbank (EZB) „erkauft“. Deren direkte Auswirkungen tragen vor allem die Bankkunden – und wir hier in Deutschland spüren sie am stärksten. Warum? Weil wir das klassische Sparer-Land schlechthin sind: Uns allen wurde Sparen von Kindesbeinen an als eine Tugend vermittelt. Natürlich sitzt das tief, natürlich ist diese Einstellung jetzt schwer zu ändern.

Keine Zinsen bedeutet nicht: kein Ertrag

Doch eine Einstellungsänderung muss her, dazu gibt es keine Alternative. Die einzig denkbare Alternative wäre, auf einen Rückschwung zu setzen, auf eine schnelle Erholung der Zinsen – doch genau das ist nicht zu erwarten. Denn alle europäischen Länder haben sich längst auf den Nullzins-Status eingerichtet. Die Regierungen sahen, dass auf ihre Schuldenberge plötzlich deutlich weniger Zinsen anfielen als früher, was die Staatshaushalte enorm entlastete – die neuen finanziellen Freiräume wurden für neue Projekte verwendet. Niemand hat also auf politischer Ebene ein Interesse daran, dass die Zinsen wieder steigen. Das wäre nicht nur unangenehm, nein: Ein starker Zinsanstieg könnte einige Volkswirtschaften in Bedrängnis bringen. Genau darum wird alles unternommen werden, um den Zins niedrig zu halten und damit die Gesamtstabilität zu halten.

Als Bankkunde muss man als Fazit aus 2019 also die klare Erkenntnis ziehen, dass das eigene Geld in klassischen Sparanlagen effektiv an Wert verliert, jeden Tag, und dass es kein „Weiter so!“ geben kann.

Vielleicht aber ist das erforderliche Umdenken gar nicht so groß, schließlich spart man doch nicht wegen der Zinsen, sondern wegen des Ertrags! An attraktiven und durchaus sicheren Ertragsmodellen hat der Markt heute viel mehr zu bieten als früher.

Hilfe & Unterstützung ist schon da!

Wer seine Erwartungen und Ziele von „Zinsen“ auf „Ertrag“ umstellt, für den gibt es zahlreiche Modelle, Ansätze und Produkte, von denen viele sogar ein Mehr an Ertrag ermöglichen. Von diesen attraktiven Ertragsalternativen wird in einem zweiten Beitrag die Rede sein. Wer nicht so lange warten möchte, dem stellen wir die Möglichkeiten gerne in einem individuellen Beratungsgespräch vor. Melden Sie sich einfach jetzt bei Ihrem persönlichen Ansprechpartner!

Veranstaltungstipp

Und zusätzlich haben wir noch einen Veranstaltungstipp für Sie: Am Mittwoch, 25.03.2020 gibt es im PSD BankHaus im Hafen in Münster einen informativen Vortrag zum Thema „Nachhaltigkeit: Auch in der Geldanlage ein Thema?!“. Hier können Sie sich ganz einfach anmelden.

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